Es gibt einen Gedanken, der mich schon länger beschäftigt und für den ich nun endlich eine (zumindest auf den ersten Blick) passende Formulierung gefunden habe.

 

Fortschritt ist Komfort. Aber nicht immer ist Fortschritt (für alle) komfortabel.

eigene Aussage

Diese Formulierung finde ich sehr passend, wenn wir an disruptive Geschäftsmodelle wie bspw. Uber denken.
In diesem Beispiel können wir Uber als “Fortschritt” in der Art und Weise wie wir Mobilität denken und leben sehen. Für die meisten Nutzer dürfte Uber sehr komfortabel sein (einfach, schnell, günstig) – also eine gute Alternative zum klassischen Taxi. Die Taxifahrer jedoch stehen Uber sehr negativ gegenüber, da diese natürlich durch den neuen Wettbewerber Uber unter starkem Druck stehen (disruptiv = “etwas Bestehendes auflösend, zerstörend”). Für die Taxifahrer ist dieser Fortschritt also wenig komfortabel.

Dabei stellt sich mir die Frage: Wie war es früher?

Wurden früher auch Autos verflucht, weil Kutscher zunehmend weniger Arbeit hatten?

Ein spannendes Paradoxon, welches uns zukünftig immer häufiger begegnen wird. Insbesondere weil sich Innovationszyklen zunehmend verkürzen.