Tobias Becker

Digital Evangelist & Startup Enthusiast

Category: INNOVATION

Value chain disruption in automotive visualized

What your car may look like in 2020 #DigitalDisruption #automotive

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FAA beendet den Höhenflug von Amazon Drohnen

Die FAA hat in einer Pressemeldung ein Statement zu Amazons Drohnen-Plänen (Prime Air) abgegeben. In der Pressemeldung stellt sich die FAA gegen die kommerzielle Nutzung von Modellflugzeugen (und somit auch Drohnen) auf. Zeitgleich wurde sogar ein Plakat zur besseren Erläuterung der DOs und DON’Ts herausgegeben.

Amazon reagiert darauf typisch unbeeindruckt. Der Online-Riese will weiterhin die Technik erforschen und den Use Case “Drohne liefert Pakete aus” weiter konkretisieren und testen. Mashable zitiert dabei Paul Misener:

Amazon, though, was unmoved. This “has no effect on our plans,” said Paul Misener, Vice President of Global Public Policy for Amazon. “This is about hobbyists and model aircrafts, not Amazon.”

Ich bin sehr gespannt, ob es in Zukunft zu einer Deregulierung kommt, welche eine derartige Innovation zulässt. Wahrscheinlich muss bis dahin aber noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden und bei der Entwicklung derartiger Konzepte der Sicherheitsaspekt im Vordergrund stehen.

Punktlandung statt Blindflug – Multichannel-Effekte quantifizieren

Im Januar wurde eine Publikation veröffentlicht, welche sich mit einem Modell zur Quantifizierung von MCR-Effekten beschäftigt. Diese Publikation stammt von mir in zusammenarbeit mit meinem Kollegen Carsten Klenner. Im folgenden ein kurzer Abstract:

Laut Untersuchungen der GFK steht es um die Kauflaune der Deutschen so gut, wie schon seit sechs Jahren nicht mehr. Die Prognosen für die nächsten Monate lassen dabei je nach Warengruppe weiteren Optimismus zu. Dieser Optimismus zeigt sich jedoch beim stationären Handel weniger nachhaltig. Seit 2008 hat der Online-Handel 37% an Umsatz zugelegt – zum Großteil auf Kosten des stationären Handels. Und dem Online-Handel wird weiter ein starkes Umsatzwachstum vorausgesagt und es lässt sich erkennen, dass sich immer mehr Konsumenten in immer vielfältigeren Sortimentsbereichen verschiedener Kanäle und Touchpoints bedienen, wie beispielsweise dem klassischen Online- oder einem mobilen Online-Kanal. Schaut man über den nationalen Tellerrand hinaus, so erkennt man ebenfalls gewaltiges Wachstum in anderen europäischen Ländern wie etwa in Großbritannien, Skandinavien oder Polen, sowie außerhalb des europäischen Kontinents in Amerika, Ostasien und Indien.

Die Lösung dieses Problems für den stationären Handel soll Multichannel-Retailing bringen – also die Bedienung und Verknüpfung mehrerer unterschiedlicher Vertriebskanäle und damit auch das Schaffen von Mehrwerten für den Kunden. Ganz nach dem Motto: eins plus eins macht drei. Nach dem nun bereits viele Jahre über „Multichannel“, „Crosschannel“, „Omnichannel“ oder „No-Line“ gesprochen wird, hat sich dieses Prinzip als schwergewichtiges Buzzword motivierter Experten und Agenturen zur vermeintlichen Allzweckwaffe und der Problemlösung für den stationären Handel gewandelt. Nachdem in unserem Dialog Digital Handeln bereits die grundsätzlichen Ansätze validiert wurden, bleibt eine wichtige Frage bislang jedoch offen: Was bringt dieses „Multichannel“ denn am Ende im Geschäftsergebnis und wie weist man diesen Nutzen nach um entsprechende Investitionen zu rechtfertigen? Wir helfen, diese Frage zu beantworten.

Hier geht es direkt zur Publikation: Download (PDF)

Weitere Publikationen sind hier zu finden: dmc-cc.de/brain-food/

CartoDB – Visualisierung “in your face!”

In der Unternehmensberatung hat man es oft damit zu tun, dass man Kunden bei dem Konsum von Daten und deren Interpretation unterstützt. Aus diesem Grund sind wir Berater immer auf der Suche nach Möglichkeiten und Tools, wie man Daten übersichtlich und aussagekräftig aufbereiten kann. Mit CartoDB bin ich im Sommer auf ein Tool gestoßen, dass das sehr gut beherrscht.

CartoDB lässt Importe von Daten aus bspw. Excel-Listen zu. Diese Daten können dann in bspw. eine Weltkarte referenzieren und so auf einer solchen dargestellt werden. Also eine Heatmap. Super.

Im Rahmen eines Kundenprojektes konnte ich diese Funktion ausgiebig testen und ich muss sagen: Grandios! Mit einem Zugang (kostenlos sowie kostepflichtig möglich) können Tabellen einfach importiert, die Geo-Referenzen angelegt und mit wenigen Klicks Visualisierungen erzeugt werden. Die Farben und Formen sowie die Dimensionierung der zu visualisierenden Werten können relativ einfach über ein Dashboard konfiguriert werden.

Im Projekt bin ich jedoch dann auch relativ schnell an die Grenzen des noch jungen Tools gestoßen. Das Tool bietet bislang leider noch keine Print-Funktion.

In unserer Arbeit drucken wir gerne Ergebnisse auf größere Plakate, um sie dem Kunden zu präsentieren. Das gestaltete sich mit CartoDB leider zu einer größeren Herausforderung. Alles in allem war das Konvertieren in druckfähige Formate aber über Umwege dann doch möglich, wenn auch nicht von Seiten des Tools. Während meiner Arbeit stand ich mit Javier de la Torre, dem CEO und Founder von CartoDB, in Kontakt, welcher sehr hilfsbereit war und mir die Maps später mit viel Handarbeit als PDF zur Verfügung stellte (Kundenservice wird bei CartoDB scheinbar sehr groß geschrieben – Prima.).

Seit November 2012 bieten Javier & Co nun schon dieses Tool an und in der Referenzliste von CartoDB findet sich mittlerweile Organisationen wie bspw. die NASA, the guardian und National Geographic. Cch kann nur sagen, anschauen lohnt sich. Wer auch immer (im Studium, in der Arbeit oder gar in der Freizeit) mit der Visualisierung von Daten kämpft, könnte mit diesem Tool einen neuen Freund gefunden haben.

Case-Studies auf CartoDB: http://cartodb.com/case_studies/afdc

Beispielhaftes Referenzprojekt: http://here.com/livingcities/#cities/london/51.511/-0.100/12/

 

 

TrainerStar.de – Eine interessante Zielgruppe

Trainerstar.de beschreibt sich selbst folgendermaßen:

Trainerstar ist eine Community für alle deutschsprachigen Fussballtrainer und bietet Informationen und nützliche Tipps rund um das Thema Fussball | Fussballtrainer | Fussballtraining. Trainerstar ist, bis auf die Bereiche Training und Taktik, ein kostenfreies Portal.

Hinter dieser Idee steckt eine Menge Grips. Wenn man bedenkt, wie viele Fußballtrainer (inklusive den Jugendtrainern) allein in Deutschland potentiell auf ein derartiges Angebot zugreifen möchten, wird einem fast schwindelig. Alleine auf dieser Plattform sind fast 5.000 User registriert (Quelle: trainerstar.de). Schätzungen zufolge wird es wohl allein in Deutschland mehrere hunderttausende Trainer und somit potentielle Kunden für dieses Portal geben. Jeder User zahlt im Moment günstige 2 € pro Monat. Bei einem Marktpotential in Deutschland von (konservativ geschätzten) 200.000 Trainern kommt das Umsatzpotential auf 400.000 € im Jahr.

Was ist der USP von Trainerstar?

Trainerstar bietet seinen Nutzern nicht nur Trainingsübungen und somit eine Hilfe für die Trainingsplanung mit ständigen Aktualisierungen des Repertoires. Ebenfalls werden umfangreiche Informationen zu Sportverletzungen, Ernährung oder gar psychologische Tipps für das Training bereitgestellt.

Wie ist die Perspektive?

Eine Plattform wie Trainerstar lebt maßgeblich von seinen Inhalten und der generierten Reichweite. Natürlich ist es naheliegend, dass die beschriebenen Übungen oder die anderen Inhalte, nicht nur für den Fußball geeignet sind. Ebenfalls gibt es eine Reihe weiterer etablierter Teamsportarten, für welche eine solche Plattform geeignet sein könnte.

Des weiteren darf man bei einem solchen Projekt nicht nur eine beschränkte Sicht auf Deutschland haben. Alle Länder in der DACH-Region können ohne größere Anpassungen ebenfalls bedient werden. Durch eine Adaption der Seite sowie einer umfangreichen Übersetzung kann ebenfalls sehr schnell ein Rollout in weitere Länder erfolgen.

So kann sich die Anzahl von 200.000 potentiellen Nutzern schnell vervielfachen. Die Perspektive hinsichtlich dem Umsatzpotential wird so gleich wesentlich attraktiver.

Fazit

Trotz dieses knappen Beitrags zu einem noch nicht ausgereiften aber durchaus vielversprechenden Vorhabens bin ich guter Dinge, dass Trainerstar.de eine größere Zukunft vor sich hat. Ich werde diese Plattform weiter verfolgen und bin gespannt, wie sie sich weiterentwickeln wird.

 

Cardrops – E-Commerce delivery in your car

Start-Ups mit neuen Konzepten für die Auslieferung oder Zustellung von online bestellten Waren sind derzeit auf dem Vormarsch. Nahezu jede Woche stoße ich im Netz auf neue Unternehmen, die sich Bedarfen wie bspw. Same-Day-Deliver annehmen und diese Bedarfe auf den ersten Blick auf gut decken könnten. Ob sich diese Unternehmen am Markt behaupten können hängt natürlich Stark von deren Anbindung an die Online-Händler ab.

Ein Start-Up, das mich persönlich fasziniert hat, geht jedoch einen Schritt weiter: “e-commerce delivery in your car. Convenient.” – so trohnt der Slogan auf der Webseite des Unternehmes “Cardrops” aus Belgien. Das Unternehmen geht hinsichtlich der Zustellung von Sendungen einen ganz neuen Weg.

Bislang gebe ich persönlich bei einer Bestellung in meinen Lieblings-Shops entweder meine Privatadresse oder die Adresse meines Büros an. Hierbei muss ich jedoch immer überlegen, wann die Bestellung voraussichtlich bei mir zugestellt werden wird. Am Ende kommt es dann doch anders als man denkt: Der DHL-Paketbote klingelt Samstag Nachmittags an der Tür unseres Büros und natürlich öffnet niemand. Spätestens hier fängt es an lästig zu werden … Mit diesen oder derartigen Erlebnissen bin ich sicherlich nicht alleine.

Grundsätzlich ist man zu den gewohnten Zustellzeiten von DHL, DPD, UPS und Co (Hermes habe ich in dieser Aufzählung absichtlich nicht berücksichtigt, da Hermes bei mir teilweise noch nach 22 Uhr Pakete zustellt bzw. zustellen möchte) nicht zu Hause. Der Kunde möchte also, entweder einen entsprechenden Zustell-Slot wählen können (aber was tut er dann, wenn sich an seinem Zeitplan etwas ändert?) oder er möchte eine eigene “Zu-Hause-Paketstation” oder besser eine “Everywhere-Paketstation”.

Cardrops bietet eine Lösung für genau diese Problematik und hat so das Potenzial, die gesamte Carrier-Branche umzukrempeln oder zumindest zum Umdenken zu bewegen. Das Konzept von Cardrops stützt sich darauf, dass die Kunden ein Auto besitzen und dieses Auto auch greifbar haben. Der Zusteller stellt dabei dann das Paket nicht an der Haustüre, beim Nachbarn, im Büro oder auf der Post-Filiale zu, sondern einfach in das eigene Auto – bequem, sicher, unkompliziert.

http://www.cardrops.com/

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